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Wire Messenger für Linux - Das sichere Skype?!

Skype unter Linux das war und ist eine lange Geschichte. 
Der Skype Client ist immer noch im Alphastadium, kann inzwischen zwar Videotelefonie, wurde aber dennoch lange Zeit von den MS Entwicklern vernachlässigt.
Nicht nur aus diesem Grund ist der Chat Client unter Linux Usern nicht der beliebteste.

Doch es gibt auch andere Möglichkeiten unter Ubuntu und Co zu chatten.

Wire Messenger unter Linux

Inzwischen hat sich auf dem Messenger Markt einiges getan und neben WhatsApp, Facebook Messenger für Mobilgeräte oder Telegram und Signal, gibt es nun einen weiteren Messenger Client für Linux Systeme, welcher Verschlüsselung mitbringt und somit dem Nutzer etwas Sicherheit gibt.

wire-logo
Etwas Sicherheit muss hier gesagt werden, denn leider ist die Schweizer Firma nicht voll und ganz transparent.
Der Client selbst ist OpenSource und kann von jedem auditiert werden. Dennoch ist nicht ganz klar, wie es mit den bereitgestellten Verbindungsservern steht.

Eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung der Nachrichten und Gespräche findet via Off-the-Record (OTR) bzw. Proteus statt, was eine Eigenkreation von Moxie Marlinspikes Axolotl Protokoll ist.
Wie sich die Firma finanziert ist ebenfalls unklar, niemand weiß, ob bald ein Premium Service eingeführt wird. Dies steht momentan nicht im Raum, aber die Frage sollte dennoch gestellt werden.

wire-login

Bis es soweit ist, bleibt Wire eine gute Skype Alternative unter Linux Systemen, gerade wenn Wert auf Sicherheit gelegt wird. 
Denn Linux Chat Clients, welche eine sichere Verbindung ermöglichen sind immer noch rar gesät. So bieten Telegram oder Tox ähnliche Funktionen an und sind für verschiedene Linux Distributionen verfügbar. Die meistens Programme tummeln sich aber weiterhin im Windows Umfeld

Installation des Wire Messenger unter Ubuntu

Dank fertigem Paket für 32bit und 64bit ist der Wire Messenger flink installiert.

wget https://wire-app.wire.com/linux/wire-2.11.2665-amd64.deb

sudo dpkg -i wire-2.11.2665-amd64.deb

Nach der Installation erfolgt eine einmalige Registrierung. Der Client selbst kann auf Deutsch umgeschaltet werden und bietet eine direkte Integration von YouTube Videos oder GIFs via Giphy. 

wire-chat

Die Oberfläche fühlt sich leider nicht so komfortabel an, wie bei anderen Messengern, aber hier entscheidet sicherlich auch der Geschmack. Dafür gibt es mit "Otto the Bot" einen Chatbot frei Haus, welcher in alle wichtigen Funktionen einführt.

Hervorheben kann sich der Client sicherlich durch die Integration von Audio und Video Chats, was nicht gerade viele Messenger unterstützen.

Bei der Oberfläche handelt es sich ähnlich wie bei Mattermost um einen Wrapper der Webversion, basierend auf Electron.

Fazit

Mit der Multimedia Integration und dem abgewandelten Axolotl Protokoll steht einer sicheren Kommunikation somit nicht mehr viel im Wege. Lediglich ein System, welches selbst gehostet werden kann, wäre wünschenswert.

Sicherer als Skype kann Wire auf jeden Fall bezeichnet werden, da es durch den Hauptsitz in der Schweiz einem anderen Recht unterliegt, als Übersee und wie schon erwähnt, eben Ende zu Ende verschlüsselt.

[Update]

Die Digitale Gesellschaft hat verschiedene Messenger verglichen und den Produktvergleich mit diversen Kriterien veröffentlicht. Wire schneidet mit gut ab, XMPP mit OTR sehr gut.

Produktvergleich: WhatsApp, E-Mail, SMS & Co. auf Sicherheit und Nachhaltigkeit bewertet

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Kommentare

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sub am :

Es gibt ja auch Jitsi. Gibt es da einen Vergleich zwischen den Messengern?

ITrig am :

Hi,

ja es gibt Jitsi, hatten wir hier auch schon mal mit Jitsi Meet. (http://www.itrig.de/index.php?/archives/2147-Jitsi-Meet-Eigenen-Server-fuer-Videokonferenzen-auf-Ubuntu-installieren.html).

Jitsi hatte ich ehrlich gesagt ganz vergessen.

Jitsi kann neben Audio, Video und XMPP auch noch SIP/VoIP. Bringt somit einiges an Features mit, auch Verschlüsselung via OTR.

Allerdings ist der Client langsam und wirkt nicht sonderlich modern und ist bei mir oft abgestürzt (Java). Die letzte Version (2.9) ist vom März 2015.

Ein Vorteil sind sicherlich die vielen Funktionen, so wie die Möglichkeit mit einem eigenen XMPP Server + OTR ein sicheres Netzwerk aufzubauen. Mein pers. Meinung ist somit: Wenn Jitsi, dann Jitsi Meet :)

Marius am :

Also zunächst mal, Jisti 2.9 wird laufend von Ingo Bauersachs weiter entwickelt und es kommen täglich nightly builds raus.

Jitsi und Meet Jitsi sind zwei völlig andere Anwendungsfälle, das eine ist ohne "Messanger"-funktion, also kein Chatten auf dem Desktop, dafür kann man einen Jabberserver mit Bild und Tonsupport sehr leicht aufsetzen, wobei Meet Jitsi schon deutlicher schwerer ist.

Letztendlich kann man auch mit Jitsi Videotelkos mit hunderten Leuten machen, wenn man genug Bandbreite oder die Videobridge hat.

OTR ist aber echt umständlich und nervtötend zu setupen, weil man jeden einzelnen authentifizieren muß mit dem man reden will, weil es Ende zu Ende ist und keine zentrale Schlüsselstelle gibt, die einen einfachen unkomplizierten Schlüsseltausch ermöglicht.

Jabber kann viel, es ist der "Masse" aber meistens zu unrecht zu kompliziert zu betreiben. Was viele nicht wissen ist, daß mit der richtigen Domain und dem korrekten DNS Setup, jeder Jabberclient mit einem reden kann, selbst wenn der zu einem anderen Server gehört. Ist wie Telefon, nur das noch keine gültigen Telefonbücher gibt.

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