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Exa - Bessere Listen unter Linux mit dem ls Ersatz

Es gibt unter Linux ein paar wenige Kommandos, welche ständig zum Einsatz kommen, dazu zählt sicherlich das Kommando ls. Nun ist dieser Befehl schon etwas in die Jahre gekommen, bietet aber eigentlich noch immer alles, was im Alltag benötigt wird.

Mit Exa gibt es einen ls Ersatz, der das staubige Image etwas aufpeppen möchte.

Bevor hier ein paar Worte zu Exa fallen noch ein kleiner Hinweis, wie ihr eure Top-Befehle auf der Konsole anzeigen könnt, damit ihr seht wie oft ihr ls eigentlich verwendet.

history | awk 'BEGIN {FS="[ \t]+|\\|"} {print $3}' | sort | uniq -c | sort -nr

Exa - ein moderner ls Ersatz für Ubuntu/Debian

Die Installation von Exa ist denkbar einfach und kann unter neueren Systemen via apt erledigt werden.

sudo apt install exa

Auf älteren Systemen muss das passende Paket manuell heruntergeladen werden.

wget https://github.com/ogham/exa/releases/download/v0.10.0/exa-linux-x86_64-v0.10.0.zip

sudo install bin/exa /usr/local/bin/

Um das Tool zu verwenden, reicht ein einfaches exa aus. Allerdings wird beispielsweise ein Ubuntu Nutzer schnell feststellen, dass es im Vergleich zu ls fast keine Unterschiede gibt, denn diese Distribution unterstützt bereits eine farbige Ausgabe.

Exa entfaltet seine Kraft also erst in der Tiefe. Hier ein paar Beispiele.

exa-lsEin schlichtes

exa -lF

wird sich bereits stark von ls -l unterscheiden, einerseits farblich, andererseits werden durch den Operator -F für file type zusätzliche Informationen angezeigt.

Praktischerweise bringt exa noch weitere Funktionen mit. So wird Git unterstützt und zeigt mit N für neue Dateien (staged) und M für geänderte Dateien (unstaged) weitere relevante Informationen an.

exa -l --git

Auch eine Baumansicht ist dabei und ermöglicht eine strukturierte Ansicht, ähnlich wie tree.

exa --tree --level=3

Daneben ist es ebenfalls möglich einen relativ mächtigen Filter anzuwenden oder Logos einzubinden. Bei letzterem muss allerdings erst die passende Schriftart installiert werden.

Eine ausführliche Dokumentation ist bei exa direkt zu finden.

exa-logos

Überaus praktisch empfinde ich die Möglichkeit, sich Listen nach gewünschten Werten wie Größe, Alter, usw. sortieren zu lassen.

exa -l --sort=size
exa -l --sort=age

Fazit

Nutzer, die ls im Alltag etwas aufmotzen möchten, sind bei exa gut aufgehoben. Dank der Paket-Installation in neueren Distributionen ist die Hemmschwelle, einen kurzen Blick zu wagen, relativ gering. Probiert es einfach mal aus, vielleicht sagt es euch ja zu.

Polybar – Die Statusleiste unter Linux aufhübschen

Viele Distributionen sehen schick aus und bringen viele Informationen auf die Statusleiste. Wem das jedoch nicht zusagt und von einer Statusleiste mit mehr Anpassungsmöglichkeiten geträumt wird, dann ist Polybar genau das richtige Tool. Die Polybar ist ein schnelles und effizientes Werkzeug zur Erstellung von wunderschönen Statusleisten auf Linux-Distributionen.

polybar

In neueren Distributionen lässt sich die Polybar via Paketmanager installieren, unter Ubuntu 20.04 LTS ist diese Variante allerdings noch nicht vorhanden, daher wird in diesem Artikel auch auf den Buildprozess eingegangen.

Geduldige warten bis zum Release von Ubuntu 22.04 LTS in wenigen Wochen, dort sollte das Polybar Paket mit an Bord sein.

polybar-statusleiste

Polybar unter Ubuntu 21.04 oder Debian 11 installieren

Wie bereits erwähnt ist bei neuen Systemen eine Installation via Paketmanager möglich

sudo apt install polybar

Auf älteren Ubuntu Systemen könnte ebenfalls auf ein PPA zurückgegriffen werden, allerdings ist dort nicht die neueste Version enthalten, daher nicht zu empfehlen.

sudo add-apt-repository ppa:kgilmer/speed-ricer
sudo apt-get update

Snap würde natürlich auch funktionieren, wenn gewünscht

sudo apt update 
sudo apt install snapd
sudo snap install polybar-git --edge

polybar-features

Polybar unter Ubuntu 20.04 LTS selbst kompilieren und installieren

Um das Paket selbst zu bauen, werden zunächst ein paar Pakete benötigt.

sudo apt-get install cmake cmake-data libcairo2-dev libxcb1-dev libxcb-ewmh-dev libxcb-icccm4-dev libxcb-image0-dev libxcb-randr0-dev libxcb-util0-dev libxcb-xkb-dev pkg-config python3-xcbgen xcb-proto libxcb-xrm-dev libasound2-dev libmpdclient-dev libiw-dev libcurl4-openssl-dev libpulse-dev libxcb-composite0-dev i3 alsa-oss xcb libxcb-ewmh2

Nun kann das Git Repository geklont werden.

git clone https://github.com/jaagr/polybar.git

Danach den Buildvorgang starten.

polybar && ./build.sh

Ist der Vorgang erfolgreich gewesen, kann die Polybar testweise gestartet werden.

polybar example

Weitere Konfigurationen werden via config.ini gemacht, dort kann zum Beispiel der Default Name „example“ geändert werden.

Die Beispielkonfiguration wird zunächst ins eigene Profil kopiert, dort können dann weitere Anpassungen vorgenommen werden. So lassen sich dort verschiedene Module aktivieren oder eigene einbinden. Einen Überblick der vorhandenen Funktionen könnt ihr der Grafik weiter oben entnehmen.

sudo mkdir -p ~.config/polybar

sudo cp /usr/local/share/doc/polybar/examples/config.ini ~.config/polybar/config.ini

Anpassungen & Fehlerbehebung

Polybar wird nach dem Start nicht angezeigt

Am besten lässt sich dieses Problem mit dem Ausblenden der Top-Leiste mit der Erweiterung Hide Top Bar lösen.

Dazu muss zunächst folgendes Paket installiert werden

sudo apt install chrome-gnome-shell

Danach lässt sich die Erweiterung leicht direkt via Browser aktivieren, dazu wird auf der folgenden Seite einfach der Schalter auf On gestellt.

https://extensions.gnome.org/extension/545/hide-top-bar/

Nun sollte bei einem Start von Polybar die vorhandene Statusleiste automatisch im Hintergrund verschwinden.

Natürlich lassen sich beide Statusleisten auch parallel anzeigen, dazu kann die Polybar einfach unter die vorhandene gesetzt werden in dem das Offset in der Konfiguration angepasst wird.
 

sudo vim ~.config/polybar/config.ini

offset-y = 27

Autostart von Polybar einrichten

Mit Ubuntu Desktop lässt sich das schnell über die Autostartfunktion regeln.

Falls nicht vorhanden (in Ubuntu 20.04 LTS dabei) kann das Autostartpaket nachinstalliert werden.

sudo apt install gnome-startup-applications

polybar-autostart

Alternativ lässt sich der Autostart auch über die Konsole regeln.

mkdir -p ~/.config/autostart/
cat <<EOF > ~/.config/autostart/polybar.desktop
[Desktop Entry]
Name=Polybar
Type=Application
Hidden=false
Exec="Pfad zur Polybar"
EOF

Wie stelle ich die Transparenz der Statusleiste ein?

In der config.ini den Wert der Hintergrundfarbe anpassen.

  • FF steht für undurchsichtig
  • 00 steht für Transparenz

Da es sich um Hexadezimalwerte handelt (0, 1, 2,.., 9, A, B, C, D, E, F ) bietet sich ein Mittelwert an.

Background = #aa282A2E

polybar-config

Jetzt aber viel Spaß beim Gestalten der eigenen Statusleiste.

Weitere Informationen und fertig Themes gibt es unter:

 

Bpytop - Systemressourcen im Blick behalten

Letzte Woche wurde der Systemmonitor Bpytop auf heise.de behandelt, leider hinter einer Paywall. Da ich hier schon Glances vorgestellt habe, möchte ich euch den Bashtop Clone nicht vorenthalten.

Bpytop

Der Bashtop Clone auf Python Basis bietet ein Überblick der vorhandenen Ressourcen wie CPU, RAM, SSD, Netzwerk, CPU-Temperatur, Akkuladestand und Prozessen.

Anders als gängige Tools wie ps oder top bietet Bpytop nach dem animierten Start eine schicke Oberfläche und ähnelt daher eher htop oder dem ebenfalls auf Python basierenden Glances.

bpytop-sys-monitorDie GUI selbst bringt eine Themesunterstützung mit und ermöglicht es, die Darstellung auf insgesamt 14 Themes wie dracula oder solarized anzupassen.

bpytop-menue

Die Menüsteuerung kann nicht nur via Tastatur (M), sondern auch via Maus erreicht werden, denn Bpytop bringt eine Mausunterstützung mit, was die Bedienbarkeit für einige vereinfachen dürfte.

So lassen sich beispielsweise Prozesse einfach anklicken und können bei Bedarf mit Terminate, Kill oder Interrupt beendet werden.

Die allgemeine Bedienung erklärt sich quasi von selbst. Angezeigte Werte lassen sich via Maus oder Tastatur näher untersuchen oder beeinflussen.

Wie oben bereits erwähnt lässt sich die Temperatur der CPU Kerne ebenfalls überwachen, dazu muss teilweise noch ein weiteres Paket bei der Installation beachtet werden, in der Installationsanleitung lassen sich die Details dazu finden.

bpytop

Installation Bpytop unter Debian/Ubuntu

Seit Debian Bullseye kann das System Kontrollzentrum über den Standardweg installieren.

sudo apt install bpytop

Alternativ kann weiterhin die Pythonvariante verwendet werden. Weitere Möglichkeiten lassen sich auf der Github Seite finden.

pip3 install bpytop --upgrade

Für die Temperaturüberwachung wird das Sensorpaket benötigt. Dieses lässt sich wie folgt installieren und kalibrieren. Danach sollte in der oberen Ecke von Bpytop die einzelnen Kerntemperaturen angezeigt werden.

sudo apt install lm-sensors

sudo sensors-detect

Fazit

Bpytop ist vor allem ein sehr grafisches Tool, auch wenn es im ersten Moment etwas spielerisch daher kommt, hat es durchaus seinen Reiz, mit Maus und Tastatur über die Konsole zu huschen.

Punkten kann das Tool durch seine bildlichen Auswertungen. Egal ob bei der grün/roten Festplatten bzw. Speicherbelegung oder dem animiertem Netzwerkverkehr.

Durch die Integration in Bullseye lässt es sich nun einfach testen und ausprobieren und erfährt sicher bald eine größere Fanbase

Kali Linux Tools unter Debian/Ubuntu installieren

Nachdem unter dem Katoolin3 Artikel ein Kommentar zum kaputten Installationsscript aufgetaucht ist, möchte ich schnell ein Alternative zur Installation von Kali Tools unter Debian/Ubuntu vorstellen. Extra Scripte sind hierzu nicht mehr nötig.

kali-tools

Kali Linux Tools unter Debian/Ubuntu installieren

Eigentlich wird lediglich das Kali Linux Repository benötigt, danach können Abhängigkeiten und die gewünschten Pakete installiert werden. (Achtung das kann etwas dauern)

sudo bash -c "echo deb http://http.kali.org/kali kali-rolling main contrib non-free >> /etc/apt/sources.list

sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade

Nun können zum Beispiel die 10 beliebtesten Tools installiert werden.

Folgende Tools sind in diesem Paket enthalten:  netcat, wireshark, burpsuite,aircrack-ng, john the ripper, sqlmap, metasploit, hydra, nmap, responder und crackmapexec

sudo apt-get install kali-tools-top10

Alternativ können auch andere Pakete gewählt werden. Diese lassen sich einfach via apt ausfindig machen.

sudo apt search kali-tools-*
  • kali-tools-802-11 - Kali Linux 802.11 attacks tools
  • kali-tools-bluetooth - Kali Linux bluetooth attacks tools
  • kali-tools-crypto-stego - Kali Linux Cryptography and Steganography tools
  • kali-tools-database - Kali Linux database assessment tools menu
  • kali-tools-exploitation - Kali Linux exploitation tools menu
  • kali-tools-forensics- Kali Linux forensic tools menu
  • kali-tools-fuzzing - Kali Linux fuzzing attacks tools
  • kali-tools-gpu/ - Kali Linux GPU tools
  • kali-tools-hardware - Kali Linux hardware attacks tools
  • kali-tools-information-gathering - Kali Linux information gathering menu
  • kali-tools-passwords Kali Linux password cracking tools menu
  • kali-tools-post-exploitation Kali Linux post exploitation tools menu
  • kali-tools-reporting Kali Linux reporting tools menu
  • kali-tools-reverse-engineering Kali Linux reverse engineering menu
  • kali-tools-rfid - Kali Linux RFID tools
  • kali-tools-sdr - Kali Linux SDR tools
  • kali-tools-sniffing-spoofing - Kali Linux sniffing & spoofing tools menu
  • kali-tools-social-engineering - Kali Linux social engineering tools menu
  • kali-tools-top10 - Kali Linux's top 10 tools
  • kali-tools-voip - Kali Linux VoIP tools
  • kali-tools-vulnerability - Kali Linux vulnerability analysis menu
  • kali-tools-web - Kali Linux webapp assessment tools menu
  • kali-tools-windows-resources - Kali Linux Windows resources
  • kali-tools-wireless - Kali Linux wireless tools menu

Unter kali.org/tools/kali-meta findet ihr weitere Informationen zu den ob erwähnten Paketen.

sudo apt search sipvicious

Wem das alles zu viel ist, der sucht einfach nach dem gewünschten Paket und installiert dieses.

kali-tools

Bei dieser Auswahl an Tools, die schnell jeder bestehenden Installation hinzugefügt werden können, kann der Winter kommen und ihr könnt viele neue Programme testen und ausprobieren. Aber bitte nur in einer Testumgebung.

PostgreSQL 13 Cluster auf PostgreSQL 14 aktualisieren

Die neue Version 14 der Datenbanksoftware ist bereits einige Tage verfügbar.

Es gibt dazu einen ausführlichen Release Log, den ihr euch gerne zu Gemüte führen dürft.

postgres

Installation und Update auf PostgreSQL 14 unter Debian/Ubuntu

# Create the file repository configuration:
sudo sh -c 'echo "deb http://apt.postgresql.org/pub/repos/apt $(lsb_release -cs)-pgdg main" > /etc/apt/sources.list.d/pgdg.list'

# Import the repository signing key:
wget --quiet -O - https://www.postgresql.org/media/keys/ACCC4CF8.asc | sudo apt-key add -

# Update the package lists:
sudo apt-get update

# Install the latest version of PostgreSQL.
sudo apt-get -y install postgresql-14

# Sicherung erstellen
sudo su postgres
pg_dumpall > Sicherung
exit

#Vorhandene Cluster anzeigen
pg_lsclusters

#Neues Cluster anhalten
sudo pg_dropcluster --stop 14 main

#Vorhandenes Cluster aktualisieren
sudo pg_upgradecluster 13 main

 postgres14_updateNachdem die Datenbanken aktualisiert und getestet wurden, kann die alte Version gelöscht werden.

sudo pg_ctlcluster 14 main status

pg_ctl: server is running (PID: 60700)
/usr/lib/postgresql/14/bin/postgres "-D" "/var/lib/postgresql/14/main" "-c" "config_file=/etc/postgresql/14/main/postgresql.conf"

sudo pg_isready

/var/run/postgresql:5433 - accepting connections
sudo pg_dropcluster 13 main