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Kali Linux, Parrot Sec und BackBox mit neuen Updates

Um auf einen aktuellen Stand zu kommen, hier kurz zusammengefasst die neuesten Updates bekannter Sicherheitsdistributionen.

Kali Linux 2018.3

Kali_Linux

Der Platzhirsch Kali Linux hat mit Release 2018.3 den Kernel 4.17.0 und ein paar neue Tools erhalten:

  • idb – iOS Penetrations Test Tool
  • gdb-peda – Python Exploit Development Assistance for GDB
  • datasploit – OSINT Framework to perform various recon techniques
  • kerberoast – Kerberos assessment tools

Bekannte Tools wie OpenVAS, wpscan oder aircrack-ng haben aktuelle Updates erhalten.

Die komplette Liste wie immer unter bugs.kali.org.

Download


Parrot Security 4.2.2

parrot

Auch Parrot zieht pünktlich mit einem Update nach, welches nicht nur nach außen (neuer Hintergrund und neues Theme) Verbesserungen bietet.

Der Papagei arbeitet mit Linux Kernel 4.18 und hat eine neue Debian Installationsroutine für Netz- oder Standardimages dabei. 

Diverse Firmwares, sowie AppArmor und Firejail wurde aktualisiert. Programme wie Firefox oder LibreOffice arbeiten nun auch wieder up2date.

In der Tool Ecke wurden Armitage, Metasploit, Wireshark, Hashcat und weitere aktualisiert.

Abseits von Softwareupdates wurde und wird das DokuWiki zu https://www.parrotsec.org/docs/ umgezogen.

Download


BackBox Linux 5.2

backbox

Bereits vor einiger Zeit hat das BackBox Team eine neue Version veröffentlicht.
Diese basiert auf dem damaligen neuen Kernel 4.15 und hat ebenfalls aktualisierte Hacker Tools mit an Bord.

Download


 

Übersicht 09/2018

 

Name Version Tools Besonderes Basis GUI
Autopsy 4.8.0 ??? The Sleuth Kit Windows  
BackBox 5.2 70+ eigenes Repo Ubuntu Xfce
BlackArch 2018.06.01 1750+ ArchLinux ArchLinux Gnome
CAINE 9 100+ WinUFO Ubuntu Mate
DracOS 3.0 100+ CLI LFS DWM
DEFT Zero 2018.2 250+ Mac Support Lubuntu 14.04 Lxde
Kali Linux 2018.3 300+ ARM fähig Debian Testing Multi
LionSec 5.0 ???   Ubuntu  
Matriux v3 RC1 300+ out of date Debian Gnome
NST 28 ??? Server integriert Fedora  
NetSecL OS 6.0 50+   OpenSuse Lxde
Paladin 7.0 30+   Ubuntu  
Parrot Sec 4.2.2 700+ Cloud fähig Debian Buster MATE
Pentoo 2018.0 RC7.1 ??? 64bit Gentoo Xfce
Ronin   150+ out of date Lubuntu Lxde
Sans SIFT 3.0 20+   Ubuntu  

 

21 Android Krypto Wallets im Tracker Check

Dieser Artikel handelt nicht davon eigene Coins zu tracken, sondern soll zeigen wie Wallets euch tracken.

Exodus ist eine Auditing Plattform für Android Apps, Kryptowährungen sind bekannt und werden immer beliebter bzw. finden den Weg auf das eigene Smartphone Wallet. Beides zusammen ergibt einen Überblick einiger Smartphone Geldbörsen für Kryptowährungen und deren Trackingverhalten. Aber zunächst noch zwei, drei Worte zu Exodus selbst.

Die Plattform Exodus erstellt Sicherheitszusammenfassungen einzelner Anwendungen. 
Dabei wird nach implementierten Trackern direkt in der APK gesucht, aber auch der DNS, UDP, HTTP und HTTPS Verkehr der Apps analysiert, um verdächtige Aktionen zu entdecken.
Hinter Exodus Privacy steht eine französische Non Profit Organisation. Die Plattform selbst ist Open Source und darf gerne unterstützt werden.

exodus

Um zu zeigen, was die Plattform beherrscht, habe ich eine kleine Anzahl (21) an Crypto Wallets untersucht und möchte euch hier das Ergebnis präsentieren, denn prinzipiell sollten in Apps mit sensiblen Daten keine Tracker vorhanden sein.
 


 

Logo Name Währungen Tracker
 
aphelion Aphelion

NEO

Nep-5

0 Tracker
bitcoin-lightning-wallet Bitcoin Lightning Bitcoin 0 Tracker
bitcoin-wallet Bitcoin Wallet Bitcoin 0 Tracker
bither Bither Wallet Bitcoin 0 Tracker
brd BRD Wallet

Bitcoin

Ethereum

Other

Google CrashLytics

Google Firebase Analytics

coinomi Coinomi Wallet

Bitcoin

Ethereum

Altcoins

0 Tracker
copay Copay Bitcoin Wallet

Bitcoin

Google Firebase Analytics
eclair Eclair Wallet

Bitcoin

0 Tracker
electroneum Electroneum

Electroneum

Facebook Analytics

Facebook Login

Facebook Share

electrum Electrum

Bitcoin

0 Tracker
enjin Enjin

Bitcoin

Ethereum

Litecoin

ERC20

0 Tracker
ethereum

Ethereum Wallet

by Freewallet.org

Ethereum

AccountKit

AppsFlyer

Facebook Analytics

Facebook Login

Facebook Share

Google Analytics

ethos Ethos Universal Wallet

Bitcoin

Ethereum

Altcoins

Google CrashLytics

Google Firebase Analytics

infinito Infinito Wallet

Bitcoin

Google Firebase Analytics
jaxx Jaxx Blockchain Wallet

Bitcoin

Ethereum

Altcoins

0 Tracker
monero

Monero Wallet

by Freewallet.org

Monero

AccountKit

AppsFlyer

Facebook Analytics

Facebook Login

Facebook Share

Google Analytics

mycelium Mycelium Bitcoin Wallet

Bitcoin

0 Tracker
samourai Samourai Wallet

Bitcoin

0 Tracker
o3-wallet O3 Wallet - A NEO wallet

Neo

Nep-5

Google CrashLytics

Google Firebase Analytics

onto

ONTO -

An Ontology App

Ont

0 Tracker
waves Waves Wallet

Waves

AppsFlyer

Google Firebase Analytics

Fazit

Einige Geldbörsen für Kryptowährungen haben hier eine weiße Weste, besonders auffallend ist dies bei OpenSource Anwendungen, angefangen bei Aphelion über Eclair bis Samourai.

Dennoch lassen sich relativ häufig Tools wie Firebase Crashlytics oder Google Firebase Analytics finden. Aber auch Tracker von AppsFlyer oder Facebook wurden integriert. Wallets von Freewallet.org scheinen durch die Bank mit mehreren Trackern versehen, hier würde ich die Finger von lassen.

Eine finale Empfehlung möchte ich nicht geben, allerdings würde ich 0 Tracker und OpenSource Wallets favorisieren wink

Raccoon - APK aus dem Google Play Store herunterladen

Szenarien in denen Apps nicht via Playstore heruntergeladen werden gibt es viele.
So möchten einige keinen Google Account auf dem Smartphone verwenden, andere haben Systeme wie Sailfish OS oder ähnliches im Betrieb. 
Wieder andere möchten schlicht und einfach eine Android App lokal untersuchen.

raccoon

Im Netz gibts es viele Möglichkeiten APK Dateien via Drittanbieter herunterzuladen (zum Beispiel). 

Hier muss jedoch auf die Vertrauchlichkeit des Seitenbetreiber geachtet werden, zusätzlich lassen sich einige APKs schlicht und einfach nicht darüber herunterladen.

Raccoon

Raccoon stellt eine plattformüberreifende Open-Source Alternative zu APK Downloadern und Co dar. 

Das Tool basiert auf Java und lässt sich somit auf Linux, Windows und MacOS Systemen betreiben.

Raccoon-APK-Downloader


Während der Installation wird ein Google Account verlangt, die Software selbst emuliert danach ein Pseudogerät.

Sollte ein bereits verwendeter Google Play Account beim Login angegeben werden, lassen sich bereits gekaufte Apps herunterladen.

Ein eingebauter QR Code Generator in Verbindung mit ADB erlaubt den einfachen Transfer zu Mobilgeräten.

Alternativ dazu eignet sich jeder Dateimanager für das Kopieren einer APK Datei.

Fazit

Raccoon ist seit Jahren ein must have Tool, wenn man mit alternativen mobilen Systemen arbeitet oder ein Handy ohne Google Account betreibt.

Download Raccoon

Ubuntu Server 18.04 LTS - Was ist der Unterschied zwischen der „live" und der "alternative" Version?

Mit dem Ubuntu LTS Server 18.04 wurde eine neue Langzeitversion der bekannten Distribution veröffentlicht.

Das Release wurde mit einem neuen Installer mit dem Namen Subiquity versehen und es wurden viele weitere Änderungen und Neuerungen gemacht. Die kompletten Release Notes zum Ubuntu Server 18.04 LTS gibt es hier.

Zusätzlich steht Ubuntu Server nun in einer Live ubuntu-18.04-live-server-amd64.iso und einer alternativen Version ubuntu-18.04-server-amd64.iso zur Verfügung. Der Standarddownload auf der Canonical Seite verweist auf das "live" Image. 

Doch worin unterscheiden sich die Versionen und warum hat man überhaupt zwei Server im Programm?

Der wesentliche Unterschied dieser Servervarianten besteht in den mitgelieferten Paketen und der damit verbundenen Ausrichtung. Wobei die live Variante auf Cloud Installationen ausgerichtet ist und die alternative Variante auf Standard Installationen. 

ubuntu-18.04-live-server-amd64

Die Cloud Variante beinhaltet beispielsweise das Paket cloud-init und den openssh-server. Beide werden mitausgeliefert und sind nach der Installation aktiv.

Das Paket cloud-init ist auf Anbieter wie DigitalOcean, Azure und Co Installationen spezialisiert (siehe Screenshot) , es läuft im Hintergrund und bezieht diverse Systemkonfigurationen über die Cloud.

Diverse Einstellungen lassen sich unter sudo /etc/cloud/cloud.cfg einsehen.

Eine interaktive Konfiguration ist ebenfalls möglich.

sudo dpkg-reconfigure cloud-init

cloud-init

Über cloud-config würden sich theoretisch wichtige Konfigurationen setzen lassen.

Die Notation ist in YAML gehalten, hier ein Beispiel:

 

#cloud-config
users:
  - name: Dr.Cloud
    ssh-authorized-keys:
      - ssh-rsa AAAAxxxxxx
    sudo: ['ALL=(ALL) NOPASSWD:ALL']
    groups: adm
    shell: /bin/bash
    write_files:
  - path: /etc/ssh/sshd_config
    content: |
         Port 22
         Protocol 2
         HostKey /etc/ssh/ssh_host_rsa_key
         HostKey /etc/ssh/ssh_host_ed25519_key
         PermitRootLogin no
         PubkeyAuthentication yes
         KexAlgorithms curve25519-sha256@libssh.org,diffie-hellman-group-exchange-sha256
         …


Zusätzlich werden bei der live Installation noch andere Partitionen angelegt und weitere Änderungen gemacht, welche ich hier nicht im Detail erwähnen möchte.

Wichtig sollte sein, dass Einstellungen wie Hostname oder feste IPs via Cloud Konfiguration gesetzt werden und sich klassisch via hostnamectl  nicht dauerhaft ändern lassen, ohne die Cloudabfrage zu deaktivieren oder anzupassen.

Download

ubuntu-18.04-server-amd64

Die alternative Variante verhält sich etwas anders, sowohl bei der Installation, als auch bei der Konfiguration.

Canonical schreibt dazu:

The next generation Subiquity server installer, brings the comfortable live session and speedy install of Ubuntu Desktop to server users at last.

N.B., If you require LVM, RAID, multipath, vlans, bonds, or the ability to re-using existing partitions, you will want to continue to use the alternate installer which can be downloaded from http://cdimage.ubuntu.com/releases/18.04/release/

Neben klassischem LVM ist im Vergleich zur live Version beim Standardinstaller eine Language Pack language-pack-en vorinstalliert.

Für Fernwartungen muss der SSH Server manuell installiert werden.

Eine Konfiguration des Hostnamens wird auf dem bekannten Weg via hostnamectl  vorgenommen. Wie oben bereits erwähnt, würde die live Version diesen Eintrag wieder überschreiben.

Allerdings hat sich durch netplan die IP Konfiguration ebenfalls geändert und ist nun unter /etc/netplan/01-netcfg.yaml zu finden und wie der Name erkennen lässt, im YAML Format gehalten.

logo-ubuntuDownload

Fazit

Für eine normale Serverinstallation ist die Standardvariante ausreichend, denn das cloud-init Paket und einen SSH Server sollte jeder im Bedarfsfall selbst nachinstallieren können. 

Durch gängige Automatisierung bietet sich ein Cloud Initialisierung natürlich ebenfalls an, sollte die Infrastruktur dafür schon vorhanden sein.

Es ist mir allerdings ein Rätsel, warum Canonical dies auf der Downloadseite nicht klar unterscheidet und nur kurz im Text erwähnt, anstatt gleich zwei Downloadvarianten anzubieten. So werden sich die meisten erst einmal die gepushte Cloudvariante laden, um sich danach noch einmal zu belesen bzw. das cloud-init Paket wieder entfernen oder eine andere Variante laden.
Sicher gut als Lerneffekt, aber wenig zielführend.

Übersicht: bekannte Sicherheitsdistributionen - Parrot 4.0 und Kali Linux 2018.2

Parrot 4.0

Bereits vor einiger Zeit hat Parrot Security mit der Version 4.0 einen neuen Meilenstein erreicht.

Die italienische Sicherheitsdistribution bringt mit einer experimentellen Netzinstallation und einer Docker Unterstützung zwei neue Installationsmethoden mit. Beide Methoden werden die Verwendung um einiges vereinfachen und die eigene Bedürfnisse besser bedienen. Dockerfiles lassen sich leicht anpassen und eine Core Installation bietet zusätzliche Installationsoptionen an.

Parrot-Security-4.0
Desweitern wurde ein aktueller Kernel 4.16 eingebunden und die Oberfläche auf MATE 1.20 aktualisiert. 

Im Hintergrund werkelt nun eine firejail Sandbox, sowie NGINX anstatt Apache. 

Insgesamt wurden über 1500 Pakete aktualisiert.

Das System ist schnell aktualisiert.

sudo apt update
sudo apt purge tomoyo-tools
sudo apt full-upgrade
sudo apt autoremove

Download Parrot


Kali Linux 2018.2

Die bekannteste Distribution für Sicherheitsexperten und Penetration Tester hat ebenfalls nachgelegt und mit der neuen Version den Kernel 4.15 implementiert, um den Spectre und Meltdown Lücken den Garaus zu machen. Hier werden in Zukunft, wohl noch einige Fixes folgen müssen.

Die Unterstützung für AMD GPUS wurde verbessert, sowie AMD Secure Encrypted Virtualization integriert, was euch erlaubt den Hauptspeicher zu verschlüsseln.

Kali_Linux

Anwender des Metasploit Frameworks erhalten mit dem neuen Release einfacheren Zugang zu Scripten. Diese sind normalerweise unter "/usr/share/metasploit-framework/tools/exploit/" zu finden, sind nun aber Dank PATH direkt mit "msf-scriptname" aufrufbar.

Andere Tools wie BurpSuite, hashcat oder JoomScan wurden ebenfalls aktualisiert. Der komplette Changelog verrät alle Details.

Download Kali



Übersicht 05/2018

 

Name Version Tools Besonderes Basis GUI
Autopsy 4.0 ??? The Sleuth Kit Windows  
BackBox 5 70+ eigenes Repo Ubuntu Xfce
BlackArch 2017.11.24 1750+ ArchLinux ArchLinux Gnome
CAINE 9 100+ WinUFO Ubuntu Mate
DracOS 3.0 100+ CLI LFS DWM
DEFT 2017.1 250+ Dart2 Lubuntu 14.04 Lxde
Kali Linux 2018.2 300+ ARM fähig Debian Testing Multi
LionSec 5.0 ???   Ubuntu  
Matriux v3 RC1 300+ out of date Debian Gnome
NST 26 ??? Server integriert Fedora  
NetSecLOS 6.0 50+   OpenSuse Lxde
Paladin 6.0 30+   Ubuntu  
Parrot Sec 4.0 700+ Cloud fähig Debian Buster MATE
Pentoo 2015.0 RC5 ??? 64bit Gentoo Xfce
Ronin   150+ out of date Lubuntu Lxde
Sans SIFT 3.0 20+   Ubuntu