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apt vs. apt-get - Was ist der Unterschied?

Nicht erst seit Ubuntu 16.04 dürfte der apt Befehl bekannt sein, allerdings hat er seit dem einen höheren Bekanntheitsgrad erreicht.

Doch wo genau liegen die Unterschiede von apt und apt-get?

Beide basieren auf dpkg, dem Paketmanagement von Debian (Debian Package Manager).

APT (Advanced Package Tool) ist nichts weiter als ein Kommandozeilen Tool, welches mit dpkg interagiert. 

aptitude-apt-get-apt-Commands

Um Benutzern die Arbeit mit Paketen einfacher zu machen, wurde apt-get ins Leben gerufen, eine Weiterentwicklung davon ist apt. Beide können als Frontends für dpkg angesehen werden.


Das neuere apt bietet grafische Elemente (es lebe der farbige Fortschrittsbalken) und soll Kommandos wie apt-cache und apt-get unter einem Hut vereinen.

apt-fortschrittsbalken

Überblick apt Befehle

Einen Überblick der alten und neuen Befehle habe ich euch unten zusammengestellt.

apt vs. apt-get
apt Kommando apt-get Kommando Funktion
apt install apt-get install Pakete installieren
apt remove apt-get remove Pakete deinstallieren
apt list --upgradable -- Anstehende Updates anzeigen
apt list dpkg list Pakete auflisten
apt purge apt-get purge Pakete und Konfiguration entfernen
apt update apt-get update Repository aktualisieren
apt upgrade apt-get upgrade Anstehenden Pakete aktualisieren
apt full-upgrade apt-get dist-upgrade Anstehenden Pakete aktualisieren und deinstallieren
apt autoremove apt-get autoremove Nicht benötigte Pakete deinstallieren
apt search apt-cache search Pakete suchen
apt show apt-cache show Paketdetails anzeigen
apt edit-sources -- sources.list editieren

 

Windows 10 bootet erst im 2. Versuch - Eine Lösung

Die Tage hatte ich ein interessantes Problem an einem Windows 10 Rechner.

Der Dell PC bootete und zeigte das Windows 10 Logo, danach passierte Nichts weiter. Der PC war mit dem Anzeigen des Windows Logos quasi eingefroren.

Nach einem harten Reset bootete der PC völlig normal und Windows zeigte nach dem Start ebenfalls keinerlei Fehler an. Dieses Spiel konnte endlich wiederholt werden.

 

Schlaflos - Der Schnellstartmodus

Die Lösung war recht schnell gefunden. Der sogenannte Schnellstartmodus hatte sich nicht mit der schon etwas älteren Hardware vertragen.

Windows 10 fährt den PC nicht mehr richtig herunter, sondern versetzt ihn nur noch in einen Ruhemodus, damit haben manche Geräte wohl ihre Probleme.

Der Schnellstartmodus lässt sich über die "Systemsteuerung --> Energieoptionen --> Auswählen, was beim Drücken von Netzschaltern geschehen soll" anpassen.

windows10-energieoptionennetzschalter-windows10schnellstart-win10

Wer sich mit den neuen Windows Menüs noch nicht zurechtfindet, der kann den Weg über die alte Systemsteuerung gehen, diese muss allerdings via Cortana gesucht oder mit "Windows Taste+Pause" (startet im Untermenü "System") aufgerufen werden, zumindest wenn das Creators Update (1703) installiert ist.

Sie haben das Recht auf Zugriff - Online Chmod Generator

Chown, chmod, chgrp sind wohl die bekanntesten Befehle, wenn es darum geht Zugriffsrechte von Dateien oder Ordnern auf Linux Systemen zu setzen.

Solche Berechtigungen werden oft direkt über die Konsole gesetzt und erfordern etwas Übung mit den Kommandos aus den coreutils, speziell mit CHMOD.

Chmod-Calculator-Chmod-Generator

CHMOD Generator - Datei Berechtigungen klicken

Im Prinzip ist das Zusammenspiel von u (Besitzer), g (Gruppe) und o (Andere) mit Lesen (4), Schreiben (2) und Ausführen (1) kein Hexenwerk, kann aber dennoch verwirren.

Damit nicht pauschal Rechte für Alles und Jeden vergeben werden (777 oder rwxrwxrwx) sollte immer darauf geachtet werden, welche Berechtigungen im System gesetzt sind oder werden.

Der CHMOD Calculator bietet hier eine gute Hilfestellung, da sich die benötigte Konfiguration einfach klicken lässt und dazu noch ausführliche Erklärungen liefert

Fallstricke wie Setuid and Setgid werden auf der Webseite ebenfalls beschrieben und sollten jedem zu einem einfacheren Umgang mit "Change Mode" verhelfen.

CHMOD Calculator

Zeig mir deine Ports - netstat oder ss

Das Netzwerkdiagnose Tool netstat gehört zum Standardrepertoire vieler Administratoren. Die Netzwerkstatistiken sind aus den 90er Jahren und ermöglichen unter Linux eine Auflistung offener Ports oder TCP/UDP Verbindungen.

Da das Tool nur auf der Kommandozeile existiert wird es jedem Windows Nutzer wohl nicht unbedingt bekannt sein (eher TCPView), aber auch hier ist es integriert und kann ähnlich wie unter Linux verwendet werden.

Folgender beispielhafte netstat Befehl zeigt unter Linux die relativ nützliche Funktion des Tools.

netstat -lnp

Zur Erklärung: Das -l listet die Verbindungen auf, wobei -p PID bzw. den Programmnamen auflistet und -n eine nummerische Ausgabe der Ports forciert

PS: Unter Windows lässt sich eine ähnliche Ausgabe mit netstat -an erreichen.

netstatWeiter möchte ich auf netstat aus dem net-tools Paket nicht eingehen. Erstens gilt es als veraltet (aber beliebt) und zweitens dürften die Funktionen den meisten bekannt sein. Darum ein kurzer Blick auf die Alternative.


ss - socket statistics

Wie bereits oben erwähnt, ist netstat schon etwas älter. Mit den socket statistics existiert ein weiteres und neueres Tool, welches ähnliche Funktionen bietet.

Die Funktionsweise ist den netstats angelehnt, was am folgenden Beispiel zu erkennen ist.

ss -ln

Hier steht das -l für alle bestehenden Verbindungen, das -n listet Portnummern statt Namen auf.

Die Verwendung von -n beschleunigt zusätzlich die Ausgabe, da keine Hostnamen aufgelöst werden müssen.

Weitere praktische Befehle sind ebenfalls möglich:

ss -lt

Dieser Befehl listet bestehende tcp Verbindungen auf.

ss -lu

Dieses Kommando listet bestehende udp Verbindungen auf, mit -lua lassen sich alle Verbindungen anzeigen.

ss -p

Wie bei netstat werden hier die Prozess IDs (PID) gelistet.

ss -s

Abschließend bietet -s einen Überblick über alle Verbindungen (siehe Screenshot)

ss

Neben diesen eher alltäglichen Befehlen bietet ss viele weitere Möglichkeiten das Netzwerk zu untersuchen.

So besteht die Möglichkeit der Filterung nach Zieladresse (ss -nt dst 192.168.11.232) oder bestimmten Ports (ss -nt '( dst :443)') bestehenden IPv4 Verbindungen (ss -t4 state established) oder nur IPv6 (ss -tl6).

ss Befehlsübersicht

Einen Überblick aller Befehle verschafft ihr euch unter man ss oder via help (siehe Screenshot). 

ss-befehl

Sollten die Socket Statistics nicht auf dem System verfügbar sein, sollte das Paket iproute2 nach installiert werden.

Fazit

Alleine schon wegen des Alters von netstat und der nicht mehr vorhandenen Paketaktualisierung rückt Socket Statistics in den Vordergrund. 
Durch die Mehrzahl an Funktionen, sollten sich auch Nostalgiker langsam aber sicher auf das moderne Tool einstellen.

Manche Funktionen kann aber auch die neue Alternative nicht ersetzen, so muss für netstat -r auf iproute umgestiegen werden, da ss dies nicht mehr unterstützt.
 

Installation PostgreSQL 10 Beta unter Ubuntu

Seit kurzem ist die erste Beta von PostgreSQL 10 verfügbar.

Das Major Release bringt Neuerungen wie logische Replikation oder führt ein Quorum bei Replikation ein.

Außerdem wurde an der Performance gearbeitet und die mit der Version 9.6 eingeführtem paralleler Queries (Artikel) weiter verbessert.

Weitere geplante Neuerungen können diesem Blog Eintrag entnommen werden

postgres

Im 4. Quartal 2017 ist die Fertigstellung des Datenbanksystems in Version 10 geplant.

Installation PostgreSQL 10 Beta unter Ubuntu 16.04. LTS

Um die Wartezeit etwas zu verkürzen kann die aktuelle Beta bereits via Repository installiert und getestet werden.

wget -O - http://apt.postgresql.org/pub/repos/apt/ACCC4CF8.asc | sudo apt-key add -

sudo sh -c 'echo "deb http://apt.postgresql.org/pub/repos/apt/ xenial-pgdg main 10" >> /etc/apt/sources.list.d/postgresql-testing.list'

sudo apt-get update
sudo apt-get install postgresql-10
sudo apt-get install postgresql-client-10