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Raccoon - APK aus dem Google Play Store herunterladen

Szenarien in denen Apps nicht via Playstore heruntergeladen werden gibt es viele.
So möchten einige keinen Google Account auf dem Smartphone verwenden, andere haben Systeme wie Sailfish OS oder ähnliches im Betrieb. 
Wieder andere möchten schlicht und einfach eine Android App lokal untersuchen.

raccoon

Im Netz gibts es viele Möglichkeiten APK Dateien via Drittanbieter herunterzuladen (zum Beispiel). 

Hier muss jedoch auf die Vertrauchlichkeit des Seitenbetreiber geachtet werden, zusätzlich lassen sich einige APKs schlicht und einfach nicht darüber herunterladen.

Raccoon

Raccoon stellt eine plattformüberreifende Open-Source Alternative zu APK Downloadern und Co dar. 

Das Tool basiert auf Java und lässt sich somit auf Linux, Windows und MacOS Systemen betrieben.

Raccoon-APK-Downloader


Während der Installation wird ein Google Account verlangt, die Software selbst emuliert danach ein Pseudogerät.

Sollte ein bereits verwendeter Google Play Account beim Login angegeben werden, lassen sich bereits gekaufte Apps herunterladen.

Ein eingebauter QR Code Generator in Verbindung mit ADB erlaubt den einfachen Transfer zu Mobilgeräten.

Alternativ dazu eignet sich jeder Dateimanager für das Kopieren einer APK Datei.

Fazit

Raccoon ist seit Jahren ein must have Tool, wenn man mit alternativen mobilen Systemen arbeitet oder ein Handy ohne Google Account betreibt.

Download Raccoon

ASCII Art Generator - Bastel dir dein eigenes Logo

ITrig ist mehr oder weniger in der Sommerpause, also nicht wundern, wenn die eh schon rar gesäten Artikel noch weniger werden.

Bei der Hitze bietet sich leichte Kost an, darum der Hinweis auf einen netten ASCII Art Generator.

ASCII Art Generator

ASCII, der American Standard Code for Information Interchange sollte jedem bekannt sein, ebenso wie der Begriff ASCII Art, denn das hatten wir auf ITrig schon in Form von ASCII Art Logos auf der Kommandozeile oder ASCII-Webcam oder ASCIIflow-ASCII-Art per Editor im Browser erstellen.

Nun ein weiterer Ascii Art Generator, welcher euch verschieden Stile anbietet und selbsterklärend ist. Der entworfene Text kann einfach kopiert und weiterverwendet werden, nicht mehr und nicht weniger.


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ASCII Generator

Ubuntu Server 18.04 LTS - Was ist der Unterschied zwischen der „live" und der "alternative" Version?

Mit dem Ubuntu LTS Server 18.04 wurde eine neue Langzeitversion der bekannten Distribution veröffentlicht.

Das Release wurde mit einem neuen Installer mit dem Namen Subiquity versehen und es wurden viele weitere Änderungen und Neuerungen gemacht. Die kompletten Release Notes zum Ubuntu Server 18.04 LTS gibt es hier.

Zusätzlich steht Ubuntu Server nun in einer Live ubuntu-18.04-live-server-amd64.iso und einer alternativen Version ubuntu-18.04-server-amd64.iso zur Verfügung. Der Standarddownload auf der Canonical Seite verweist auf das "live" Image. 

Doch worin unterscheiden sich die Versionen und warum hat man überhaupt zwei Server im Programm?

Der wesentliche Unterschied dieser Servervarianten besteht in den mitgelieferten Paketen und der damit verbundenen Ausrichtung. Wobei die live Variante auf Cloud Installationen ausgerichtet ist und die alternative Variante auf Standard Installationen. 

ubuntu-18.04-live-server-amd64

Die Cloud Variante beinhaltet beispielsweise das Paket cloud-init und den openssh-server. Beide werden mitausgeliefert und sind nach der Installation aktiv.

Das Paket cloud-init ist auf Anbieter wie DigitalOcean, Azure und Co Installationen spezialisiert (siehe Screenshot) , es läuft im Hintergrund und bezieht diverse Systemkonfigurationen über die Cloud.

Diverse Einstellungen lassen sich unter sudo /etc/cloud/cloud.cfg einsehen.

Eine interaktive Konfiguration ist ebenfalls möglich.

sudo dpkg-reconfigure cloud-init

cloud-init

Über cloud-config würden sich theoretisch wichtige Konfigurationen setzen lassen.

Die Notation ist in YAML gehalten, hier ein Beispiel:

 

#cloud-config
users:
  - name: Dr.Cloud
    ssh-authorized-keys:
      - ssh-rsa AAAAxxxxxx
    sudo: ['ALL=(ALL) NOPASSWD:ALL']
    groups: adm
    shell: /bin/bash
    write_files:
  - path: /etc/ssh/sshd_config
    content: |
         Port 22
         Protocol 2
         HostKey /etc/ssh/ssh_host_rsa_key
         HostKey /etc/ssh/ssh_host_ed25519_key
         PermitRootLogin no
         PubkeyAuthentication yes
         KexAlgorithms curve25519-sha256@libssh.org,diffie-hellman-group-exchange-sha256
         …


Zusätzlich werden bei der live Installation noch andere Partitionen angelegt und weitere Änderungen gemacht, welche ich hier nicht im Detail erwähnen möchte.

Wichtig sollte sein, dass Einstellungen wie Hostname oder feste IPs via Cloud Konfiguration gesetzt werden und sich klassisch via hostnamectl  nicht dauerhaft ändern lassen, ohne die Cloudabfrage zu deaktivieren oder anzupassen.

Download

ubuntu-18.04-server-amd64

Die alternative Variante verhält sich etwas anders, sowohl bei der Installation, als auch bei der Konfiguration.

Canonical schreibt dazu:

The next generation Subiquity server installer, brings the comfortable live session and speedy install of Ubuntu Desktop to server users at last.

N.B., If you require LVM, RAID, multipath, vlans, bonds, or the ability to re-using existing partitions, you will want to continue to use the alternate installer which can be downloaded from http://cdimage.ubuntu.com/releases/18.04/release/

Neben klassischem LVM ist im Vergleich zur live Version beim Standardinstaller eine Language Pack language-pack-en vorinstalliert.

Für Fernwartungen muss der SSH Server manuell installiert werden.

Eine Konfiguration des Hostnamens wird auf dem bekannten Weg via hostnamectl  vorgenommen. Wie oben bereits erwähnt, würde die live Version diesen Eintrag wieder überschreiben.

Allerdings hat sich durch netplan die IP Konfiguration ebenfalls geändert und ist nun unter /etc/netplan/01-netcfg.yaml zu finden und wie der Name erkennen lässt, im YAML Format gehalten.

logo-ubuntuDownload

Fazit

Für eine normale Serverinstallation ist die Standardvariante ausreichend, denn das cloud-init Paket und einen SSH Server sollte jeder im Bedarfsfall selbst nachinstallieren können. 

Durch gängige Automatisierung bietet sich ein Cloud Initialisierung natürlich ebenfalls an, sollte die Infrastruktur dafür schon vorhanden sein.

Es ist mir allerdings ein Rätsel, warum Canonical dies auf der Downloadseite nicht klar unterscheidet und nur kurz im Text erwähnt, anstatt gleich zwei Downloadvarianten anzubieten. So werden sich die meisten erst einmal die gepushte Cloudvariante laden, um sich danach noch einmal zu belesen bzw. das cloud-init Paket wieder entfernen oder eine andere Variante laden.
Sicher gut als Lerneffekt, aber wenig zielführend.

Übersicht: bekannte Sicherheitsdistributionen - Parrot 4.0 und Kali Linux 2018.2

Parrot 4.0

Bereits vor einiger Zeit hat Parrot Security mit der Version 4.0 einen neuen Meilenstein erreicht.

Die italienische Sicherheitsdistribution bringt mit einer experimentellen Netzinstallation und einer Docker Unterstützung zwei neue Installationsmethoden mit. Beide Methoden werden die Verwendung um einiges vereinfachen und die eigene Bedürfnisse besser bedienen. Dockerfiles lassen sich leicht anpassen und eine Core Installation bietet zusätzliche Installationsoptionen an.

Parrot-Security-4.0
Desweitern wurde ein aktueller Kernel 4.16 eingebunden und die Oberfläche auf MATE 1.20 aktualisiert. 

Im Hintergrund werkelt nun eine firejail Sandbox, sowie NGINX anstatt Apache. 

Insgesamt wurden über 1500 Pakete aktualisiert.

Das System ist schnell aktualisiert.

sudo apt update
sudo apt purge tomoyo-tools
sudo apt full-upgrade
sudo apt autoremove

Download Parrot


Kali Linux 2018.2

Die bekannteste Distribution für Sicherheitsexperten und Penetration Tester hat ebenfalls nachgelegt und mit der neuen Version den Kernel 4.15 implementiert, um den Spectre und Meltdown Lücken den Garaus zu machen. Hier werden in Zukunft, wohl noch einige Fixes folgen müssen.

Die Unterstützung für AMD GPUS wurde verbessert, sowie AMD Secure Encrypted Virtualization integriert, was euch erlaubt den Hauptspeicher zu verschlüsseln.

Kali_Linux

Anwender des Metasploit Frameworks erhalten mit dem neuen Release einfacheren Zugang zu Scripten. Diese sind normalerweise unter "/usr/share/metasploit-framework/tools/exploit/" zu finden, sind nun aber Dank PATH direkt mit "msf-scriptname" aufrufbar.

Andere Tools wie BurpSuite, hashcat oder JoomScan wurden ebenfalls aktualisiert. Der komplette Changelog verrät alle Details.

Download Kali



Übersicht 05/2018

 

Name Version Tools Besonderes Basis GUI
Autopsy 4.0 ??? The Sleuth Kit Windows  
BackBox 5 70+ eigenes Repo Ubuntu Xfce
BlackArch 2017.11.24 1750+ ArchLinux ArchLinux Gnome
CAINE 9 100+ WinUFO Ubuntu Mate
DracOS 3.0 100+ CLI LFS DWM
DEFT 2017.1 250+ Dart2 Lubuntu 14.04 Lxde
Kali Linux 2018.2 300+ ARM fähig Debian Testing Multi
LionSec 5.0 ???   Ubuntu  
Matriux v3 RC1 300+ out of date Debian Gnome
NST 26 ??? Server integriert Fedora  
NetSecLOS 6.0 50+   OpenSuse Lxde
Paladin 6.0 30+   Ubuntu  
Parrot Sec 4.0 700+ Cloud fähig Debian Buster MATE
Pentoo 2015.0 RC5 ??? 64bit Gentoo Xfce
Ronin   150+ out of date Lubuntu Lxde
Sans SIFT 3.0 20+   Ubuntu  

Jitsi Videobridge und Jitsi Meet - eigene Web und Videokonferenzen via Browser

Vor ca.3 Jahren hatte ich bereits über Jitsi Meet berichtet. Mittlerweile ist das Thema WebRTC und Web Videokonferenzen ein alter Hut und es wird nicht mehr jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf getrieben.

jitsi-meet-2018

Jitsi Meet

Jitsi wurde inzwischen von Atlassian übernommen und die Entwicklung an der Webkonferenzlösung still und heimlich weitergeführt.

Es wurden stets stabile Releases der Software veröffentlicht, diese waren bisher allerdings etwas schwerer zu erkennen, die hat sich nun geändert.

Die aktuellste stabile Version trägt die Nummer 2988 und der aktuelle Changelog kann auf Github eingesehen werden.

Installation unter Ubuntu

Zunächst möchte ich kurz zeigen, wie sich die neueste Version installieren lässt, dieser Vorgang wurde im Vergleich zu früher stark vereinfacht.

Ausgangsystem ist ein Ubuntu 16.04 (ja ich weiß 18.04 ist schon verfügbar)

wget -qO - https://download.jitsi.org/jitsi-key.gpg.key | sudo apt-key add 
sudo sh -c "echo 'deb https://download.jitsi.org stable/' > /etc/apt/sources.list.d/jitsi-stable.list"

sudo apt-get -y update
sudo apt-get -y install jitsi-meet

Ein Lets Encrypt Zertifikat kann nun ebenfalls automatisch erstellt werden:

/usr/share/jitsi-meet/scripts/install-letsencrypt-cert.sh

Aufrufen lässt sich die fertige Installation über https://meineServerAdresse.de

Die Software selbst hat einige Schritte nach vorne gemacht, nicht nur das Design ist besser, auch die Stabilität wurde um einiges verbessert. Neben dem eingebauten Chat lassen sich YouTube Videos oder der eigene Bildschirm teilen. Auch verschiedene Sprachen werden nun unterstützt.

jitsi-meet-2018Für Tastaturfreunde wurden ausreichend Kürzel implementiert.

jitsi-tastaturbefehle

Fazit

Wer einen eigenen Videokonferenzserver betreiben möchte, ist mit Jitsi Meet sicherlich gut bedient, die Software bietet genügend Funktionen für einen Jour fixe. 

Die schnelle und einfache Installation spricht für sich, sowie die Unterstützung für Lets Encrypt.

Falls kein Server zur Installation vorhanden ist, kann die offizielle Variante unter meet.jit.si verwendet werden.

Seit letztem Jahr wird zusätzlich auf Mobile Clients gesetzt, für Android oder für iOS stehen stabile Veröffentlichungen zur Verfügung.

Auch im Hinblick auf unsichere Programme, wie Skype und Co, bietet Jitsi Meet mit ZRTP und OTR Verschlüsselung die richtige und sichere Alternative für Videotelefonie an.

https://github.com/jitsi/jitsi-meet