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Jitsi Videobridge und Jitsi Meet - eigene Web und Videokonferenzen via Browser

Vor ca.3 Jahren hatte ich bereits über Jitsi Meet berichtet. Mittlerweile ist das Thema WebRTC und Web Videokonferenzen ein alter Hut und es wird nicht mehr jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf getrieben.

jitsi-meet-2018

Jitsi Meet

Jitsi wurde inzwischen von Atlassian übernommen und die Entwicklung an der Webkonferenzlösung still und heimlich weitergeführt.

Es wurden stets stabile Releases der Software veröffentlicht, diese waren bisher allerdings etwas schwerer zu erkennen, die hat sich nun geändert.

Die aktuellste stabile Version trägt die Nummer 2988 und der aktuelle Changelog kann auf Github eingesehen werden.

Installation unter Ubuntu

Zunächst möchte ich kurz zeigen, wie sich die neueste Version installieren lässt, dieser Vorgang wurde im Vergleich zu früher stark vereinfacht.

Ausgangsystem ist ein Ubuntu 16.04 (ja ich weiß 18.04 ist schon verfügbar)

wget -qO - https://download.jitsi.org/jitsi-key.gpg.key | sudo apt-key add 
sudo sh -c "echo 'deb https://download.jitsi.org stable/' > /etc/apt/sources.list.d/jitsi-stable.list"

sudo apt-get -y update
sudo apt-get -y install jitsi-meet

Ein Lets Encrypt Zertifikat kann nun ebenfalls automatisch erstellt werden:

/usr/share/jitsi-meet/scripts/install-letsencrypt-cert.sh

Aufrufen lässt sich die fertige Installation über https://meineServerAdresse.de

Die Software selbst hat einige Schritte nach vorne gemacht, nicht nur das Design ist besser, auch die Stabilität wurde um einiges verbessert. Neben dem eingebauten Chat lassen sich YouTube Videos oder der eigene Bildschirm teilen. Auch verschiedene Sprachen werden nun unterstützt.

jitsi-meet-2018Für Tastaturfreunde wurden ausreichend Kürzel implementiert.

jitsi-tastaturbefehle

Fazit

Wer einen eigenen Videokonferenzserver betreiben möchte, ist mit Jitsi Meet sicherlich gut bedient, die Software bietet genügend Funktionen für einen Jour fixe. 

Die schnelle und einfache Installation spricht für sich, sowie die Unterstützung für Lets Encrypt.

Falls kein Server zur Installation vorhanden ist, kann die offizielle Variante unter meet.jit.si verwendet werden.

Seit letztem Jahr wird zusätzlich auf Mobile Clients gesetzt, für Android oder für iOS stehen stabile Veröffentlichungen zur Verfügung.

Auch im Hinblick auf unsichere Programme, wie Skype und Co, bietet Jitsi Meet mit ZRTP und OTR Verschlüsselung die richtige und sichere Alternative für Videotelefonie an.

https://github.com/jitsi/jitsi-meet

Portainer - Docker Container über eine grafische Oberfläche verwalten

Containerisierung in der IT ist nicht mehr wegzudenken, viele sind mit Docker und Co schon einmal in Berührung gekommen.

Arbeit mit Docker bedeutet viel Konsolenarbeit. Ein docker ps da oder ein docker save dort. Um diese Arbeit zu vereinfachen wurde Portainer entwickelt.

Portainer – Open Source Container Dashboard

Das Open Source Tool erlaubt einen Überblick und eine Bearbeitung der vorhandenen Docker Container, ist unter Linux leicht zu installieren (natürlich als Docker Container) und benötigt anders als Rancher nicht zwingend ein signiertes TLS Zertifikat.

Auch das Erstellen von neuen Containern oder eine Beschränkung auf bestimmte Nutzergruppen ist über die Oberfläche einfach zu realisieren.

Über jeden Container lassen sich ausführliche Informationen wie Logs, Pfade oder Laufzeit auslesen. Selbst eine Konsole lässt sich über die Verwaltung starten.

portainer

Eine eigene Installation ist schnell erstellt.

Zunächst kann das Docker Dashboard einfach ohne TLS gestartet werden.

docker volume create portainer_data

docker run -d -p 9000:9000 -v /var/run/docker.sock:/var/run/docker.sock -v portainer_data:/data portainer/portainer

Der Aufrug erfolgt dann über den Browser und http://local-IP:9000

Für einen dauerhaften Betrieb würde sich ein persistenter Ordner, sowie ein Autostart anbieten. Sollte SELinux im Einsatz sein, muss zusätzlich mit „privileged“ gearbeitet werden.

docker run -d --privileged -p 9000:9000 -v /var/run/docker.sock:/var/run/docker.sock -v /path/on/host/data:/data portainer/portainer

In den Standardeinstellungen speichert Portainer seine Daten unter /data.

Auch ein individueller Remote Host ist möglich

docker run -d -p 9000:9000 portainer/portainer -H tcp://<REMOTE_HOST>:<REMOTE_PORT>

Portainer-Remote

Portainer mit TLS zu verwenden benötigt weitere Befehle.

docker run -d -p 9000:9000 -v /path/to/certs:/certs portainer/portainer -H tcp://<DOCKER_HOST>:<DOCKER_PORT> --tlsverify --tlscacert /certs/myCa.pem --tlscert /certs/myCert.pem --tlskey /certs/myKey.pem

Eine ausführliche Portainer Dokumentation bietet noch mehr Möglichkeiten zur Konfiguration an

 

Fazit

Für eine einfache und praktische Verwaltung von Docker Containern ist Portainer wirklich gut zu gebrauchen. Es bietet genügend Funktionen an, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Portainer erlaubt dank einer integrierten Nutzerverwaltung und der Möglichkeit Container auszublenden auch eine Verwendung im professionelleren Umfeld. Neben der Einbindung eines eigenen Logos werden sogar Windows Container unterstützt.

Probiert es mal aus, eine vorhandene Docker Umgebung kann damit gut ergänzt werden.

Download Portainer

 

Canonicals offizielle Ubuntu Tutorials Sammlung

Vor ca. einem Jahr hat Canonical seine offizielle Tutorial Webseite gelauncht.

Seitdem hat sich einiges getan und es wurde eine kleine Sammlung an Anleitungen, Installationen und Tipps rund um das Ubuntu Universum aufgebaut.
Inzwischen finden sich etwa 40 Hilfestellungen für Desktop oder Server Systeme auf der Seite.

Dabei sind sowohl aktuelle Themen wie Kubernetes, aber auch Klassiker wie Apache.
Jede Anleitung kann interaktiv durchlaufen werden und zeigt die verbleibende Arbeitszeit, sowie einen geschätzten Schwierigkeitsgrad an.

Ubuntu-tutorials

Damit ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Denn jeder ist dazu eingeladen eigene Tutorials zu schreiben.

Ein wenig Markdown Kenntnisse, sowie etwas Git Wissen reichen aus, um eine eigene Installationsanleitung einzureichen.
Eine Einführung in diese Thematik ist vorhanden.

Das Tutorial Projekt ist Open Source und kann via Github geforkt werden.

 

Ubuntu Tutorial

QOwnNotes - Notepad mit Nextcloud Anbindung

Nachdem das Buzzword Cloud bei vielen im Alltag angekommen ist, muss über deren Verwendung nicht mehr viel gesagt werden.

Der nun vorgestellte Editor geht davon aus, dass ihr bereits eine eigene Cloud in Form von OwnCloud oder Nextcloud betreibt oder zumindest Installationsrechte für Addons besitzt.

 

QOwnNotes - Editor mit direktem Draht zur Cloud

QOwnNotes geht den klassischen Weg des Editors einen Schritt weiter und bietet ein funktionsreiches Notepad mit direkter OwnCloud bzw. Nextcloud Intergration an.

Auf dem Cloud Server wird hierzu lediglich eine API Addon Installation benötigt.

Danach können direkt via PC oder Smartphone Notizen und mehr verfasst und editiert werden.

QownNotes

Dank einer Versionierung lassen sich alte Dateien wiederherstellen und mit Hilfe von Markdown auch kompatibel gestalten. Die vorhandene Vollansicht erlaubt eine Vorschau des Markdown Textes. Cheatsheets zur Verwendung befinden sich nach einer Installation direkt im eingerichteten Syncordner.

Durch eine integrierte Verschlüsselung lassen sich Dateien zusätzlich mit Passwort sichern.

Alle Features können der Homepage entnommen werden.

 

Installation unter Ubuntu 16.04, Elementary OS oder Mint

 
sudo add-apt-repository ppa:pbek/qownnotes
sudo apt-get update
sudo apt-get install qownnotes

Die oben erwähnte API kann, so vorhanden, ebenfalls über die Kommandozeile installiert werden.

git clone https://github.com/pbek/qownnotesapi.git apps/qownnotesapi -b master

occ app:enable qownnotesapi
 

Alternativ kann die API heruntergeladen und via SFTP in das Nextcloud Plugin Verzeichnis kopiert werden.

Download API

Nach einer erfolgreichen Installation müssen in den Einstellungen des Editors die Zugangsdaten zur Owncloud/Nextcloud hinterlegt werden.

qownnotes-einstellungen

In den Einstellungen kann zusätzlich auf Deutsch umgestellt werden. Neben dem klassischen Editor werden auch ToDo Listen und Kalender unterstützt.

Auch eine Scriptunterstützung ist vorhanden.

 

QowNotes unter Android

Ein mobiler Zugriff auf die eigenen Notizen ist mit der Nextcloud Notes App möglich.

Download App

Fazit

Ein toller Editor, der vielen Andorderungen gerecht wird und sogar ein Dark Theme mit bringt. Probiert es aus.

 

 

Security: Parrot Sec hackt nun Autos & Kali Linux verschlüsselt RAM

Die letzten zwei Updates auf dem Feld der Security Distributionen möchte ich euch nicht vorenthalten.

 

Parrot wird (auto)mobil

Die letzte 3er Version der Sicherheit Distribution Parrot wurde mit einem frischen Kernel 4.11 und den damals aktuellsten Spectre und Meltdown Security Patches ausgestattet.

Es wurde eine Automobil Hacker Bereich eingerichtet, in dem sich Tools rund um des Deutschen liebstes Spielzeug befinden.

Es lassen sich CANBus Netzwerke simulieren oder Autos auf Sicherheit abtasten.

Tools wie Kayak, Caringcaribou, UDSim oder CANBus Triple warten auf ihren Einsatz.

UDSim

 

Zusätzlich wurden die Releases Parrot Studio und Parrot Home wiederbelebt.

 

Download


Kali 2018.1

Auch der Security Platzhirsch wartet mit einem neuen Kernel 4.14.12 auf. Neu eingeführt wurde der AMD Secure Memory Encryption Support. Heißt in Zukunft lässt sich auch RAM verschlüsseln.

 

Kali

 

Hyper-V wurde auf Version 2 angehoben, das heißt virtuelle Installationen unterstützen nun UEFI und Festplattengrößenanpassungen.

Integrierte Tools und Pakete wurden aktualisiert. Im Changelog werden zaproxy, secure-socket-funneling, pixiewps, seclists, burpsuite, dbeaver, und reaver mit ihren Updates hervorgehoben.

Ein Update auf die neueste Version sollte schnell vollzogen sein.

apt update && apt full-upgrade

Download